Die Hauptstadt
Germania: Alleen breit genug, um eine Armee darauf marschieren zu lassen, eine Kuppel groß genug, um eine Kathedrale zu verschlingen. Gebaut, damit sich der Bürger wie ein Detail in der Zeichnung eines anderen fühlt.
Bis 1962 ist der Krieg seit siebzehn Jahren gewonnen, und dieser Sieg frisst sich selbst auf. Das Reich, das einen ganzen Kontinent verschlungen hat, kann ihn nicht verdauen. Was folgt, ist kein Eroberungskrieg, sondern ein Nachfolgekrieg — ausgetragen in Ministerien, Rundfunkstudios und den Straßen einer Hauptstadt, die für tausend Jahre gebaut wurde.
Germania: Alleen breit genug, um eine Armee darauf marschieren zu lassen, eine Kuppel groß genug, um eine Kathedrale zu verschlingen. Gebaut, damit sich der Bürger wie ein Detail in der Zeichnung eines anderen fühlt.
Da der Gründer versagt, hat die Maschine keine Anweisung für das, was als Nächstes kommt. Ministerien, Parteiorgane und Streitkräfte beanspruchen jeweils das Mandat.
Besetzte Gebiete, Satellitenstaaten und eingefrorene Fronten, wo die Kosten dieses Sieges täglich bezahlt und nirgends gezählt werden.
Jede Ideologie, die Ordnung durch Herrschaft verspricht, endet auf dieselbe Weise. Das ist diese Geschichte, erzählt aus der Perspektive derer, die darin leben müssen.